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Ein See enthüllt 2,6 Millionen Jahre
Klimageschichte
Im äußersten Norden Russlands gibt
es einen See, der vor 3,6 Millionen Jahren durch einen
Meteoriteneinschlag entstanden ist. Trotz seiner Lage,
immerhin 100 km nördlich des Polarkreises, wurde er niemals
von Gletschern bedeckt. Er ist nur wenige Wochen im Jahr
eisfrei, deshalb nennen die Tschuktschen in El'gygytgyn
("Weißer See"). Wenn das Eis taut, sinken alle darin und
darauf abgelagerten Partikel auf den Seeboden. Im Laufe
der vergangenen Millionen Jahre haben sich in dem See
mehrere hundert Meter Sediment angesammelt, die Klimainformationen
bis in das Pliozän enthalten. Damals war das Klima deutlich
wärmer als heute. Die nahezu lückenlose Erbohrung der
Seesedimente des El'gygytgyn enthält also in ihrem unteren
Teil den Weg in die Eiszeit und in ihrem oberen Teil den
Übergang in die heutige Warmzeit. Mehr...
Arbeitskreis
Geologie und Geophysik der Polargebiete
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(Bild: Volker Rachold)
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Erhöhte Methan-Freisetzung durch tauenden
Permafrost
Wenn die Temperaturen in Dauerfrostböden
steigen, verändern sich die Lebensgemeinschaften solcher
Mikroorganismen, die durch ihren Stoffwechsel Methan "ausatmen".
Es ist vor allem dieser Vorgang, der zu einer erhöhten
Methan-Freisetzung in tauendem Permafrost führt. Das haben
Mikrobiologen des Alfred-Wegener-Instituts für Polar-
und Meeresforschung herausgefunden. In einer vergleichenden
Untersuchung von marinem und terrestrischem Permafrost
konnten die Forscher nachweisen, dass die Lebensgemeinschaften
der Mikroorganismen unter dem Meer und an Land jeweils
sehr unterschiedlich zusammengesetzt sind. Mehr....
DGP-Arbeitskreis
Permafrost
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Einfluss der Erwärmung in der Arktis auf
Biodiversität
Eine Erwärmung der europäischen Arktis
bedeutet nicht nur eine Zunahme der Temperatur und Schmelzen
des Meereises, es bedeutet ebenfalls ein zunehmendes Eindringen
atlantischer Wassermassen in hohe Breiten. Atlantische
Wassermassen stammen aus biologisch anderen Meeresgebieten
und importieren neue Organismen in die relativ Arten-arme
Arktis. Der Erwärmungsprozess führt zu einer Veränderung
im Nahrungsgefüge von großen arktischen Herbivoren (auf
pflanzliche Ernährung spezialisierte Tiere) zu kleineren
atlantischen Arten, was zu einer Reduzierung der verfügbaren
Nahrungsquellen für die Top-Predatoren (Raubtiere) führt.
In einer wärmeren Arktis wird die Primärproduktion von
kleineren, schneller wachsenden Arten genutzt. Zusätzlich
werden die kleinen Karnivoren-Arten (Fleischfresser) reicher
und zahlreicher, was den Energiefluss verändert. In dieser
Hinsicht bedeutet Erwärmung der Arktis eine größere Biodiversität
und gleichzeitig einen Nahrungsmangel für die Top-Predatoren.
Auf diese mögliche Entwicklung geht der Beitrag "Warming
in the Arctic may result in the negative effects of increased
biodiversity" von J.M. Weslawski et al. in der Zeitschrift
"Polarforschung" [78(3), S. 105-108] ein. -> (Weslawski-Polarforschung...pdf)
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Arktisforschung in deutsch-russischer Zusammenarbeit
Die Initiatoren des
Otto-Schmidt-Labors in St. Petersburg, Dr. Heidemarie
Kassens und Dr. Jens Hölemann, wurden für ihr Engagement
für die wissenschaftliche deutsch-russische Zusammenarbeit
ausgezeichnet.
-> PDF
Otto-Schmidt-Labor
->
Ifm-Geomar
-> Otto-Schmidt-Labor
.
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(Quelle: AWI)
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Coole Klassen aus Potsdam Mittelmark
Vom 10.-22. September 2009 findet ein
"cooles" Projekt zwischen Potsdam und Spitzbergen statt.
http://www.awi.de/
http://www.realnature.tv/specials/coole-klassen-spitzbergen/
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SCAR-Medaille für Polarforscherin
Sie ist eine besondere Auszeichnung,
die SCAR Medal for Excellence in Antarctic Research des
Scientifi c Commity on Antarctic Research. Während der
SCAR-Konferenz 2009, die im Februar in St. Petersburg
stattfand, erhielt die Biologin Professor Dr. Angelika
Brandt von der Universität Hamburg diese Auszeichnung
für ihre Arbeiten zur Biodiversität des Südozeans.
Mehr...
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Eine archäologische Untersuchung auf Kerguelen,
Sub-Antarktis.
Die Inselgruppe Kerguelen im Sektor des
Indischen Ozeans ist in der Vergangenheit immer wieder
als Zwischenstation auf dem Weg in die Antarktis angelaufen
worden. Dort befanden sich aber auch mehrere Beobachtungsstationen.
Im Rahmen des ArchaeObs-Projektes fand im Südsommer 2006/07
eine archäologische Begehung der Insel statt, über die
Robert Holzner in der Zeitschrift "Polarforschung" (Heft
78, 1-2) berichtet.
-> PDF (1,3 MB)
Der Arbeitskreis "Geschichte
der Polarforschung" in der Deutschen Gesellschaft
für Polarforschung beschäftigt sich mit früheren Expeditionen
und ihren Ergebnissen und wertet Quellenmaterial aus.
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Ein Kleinluftschiff zum Einsatz in der Arktisforschung
Kürzlich traf bei der Redaktion ein Brief zum anonymen
Abdruck in der Zeitschrift "Polarforschung""
ein. Aus diesem Anlass hat sich Reinhard Krause mit dem
Einsatz von Kleinluftschiffen in der Arktisforschung befasst.
-> PDF (0,3
MB)
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Polar Climate Modelling: Regional
Feedbacks and Global Links - an IPY Approach
Im Heft 78(1-2) der Zeitschrift "Polarforschung" der
Deutschen Gesellschaft für Polarforschung diskutieren
Klaus Dethloff und Co-Autor/inn/en den Wert globaler Klimamodelle.
Sie kommen u.a. zu folgendem Ergebnis: "The application
of a hierarchial approach discussed in this paper, including
uncoupled models of the Artic and Antarctic atmosphere
and coupled Arctic regional climate system models together
wirth global coupled climate models, can help to attribute
the current changes and to understand the consequences
of Arctic warming." Mehr...
( PDF 1,5 MB )
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Ansicht des ANDRILL-Bohrturms auf
dem
Schelfeis (Foto: F. Niessen, AWI)
Bewegung
unter dem Eis - Antarktis (pdf)
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ANDRILL-Bohrung belegt: Die Westantarktis war vor wenigen
Millionen Jahren eisfrei
Vor 3 bis 5 Millionen Jahren war die Eiskappe der Westantarktis
offenbar mehrmals vollständig abgeschmolzen. Diese in der
Forschungsbohrung ANDRILL im Ross-Meer gefundenen Abschmelzphasen
wurden durch Veränderungen der Neigung der Erdachse ausgelöst.
Gleichzeitig wies die Erdatmosphäre in diesen Zeiten erhöhte
Konzentrationen an Kohlendioxid auf. An dem internationalen
Bohrprojekt ANDRILL nahmen im Südsommer 2006/2007 fünf Geowissenschaftler
vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
teil. Mehr...
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Wem gehört die zentrale Arktis um den Nordpol und wer
ist zuständig für den Festlandsockel der Antarktis?
Im Heft 77(2-3) der Zeitschrift "Polarforschung"
der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung erläutert
KARL HINZ, ehemaliges Mitglied der Kommission zur Begrenzung
des Festlandssockels der Vereinten Nationen, "Wichtige
Aspekte des Artikels 76 des Internationalen Seerechtsübereinkommens
der Vereinten Nationen" (16 S., 19 Abb.).
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Wem gehört die zentrale Arktis ... Mehr...,
Wem gehört die zentrale Arktis ... http://epic.awi.de/Publications/Hin2008a.pdf
(9 MB)
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Foto: Otto-Schmidt-Laboratory website |
Techniques
in Polar Ocean Observation and Monitoring
19-22 November 2008, St. Petersburg, Russia
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| "The
Otto-Schmidt Laboratory for Polar and Marine Research in
Saint-Petersburg (OSL), located at the Arctic and Antarctic
Research Institute, and the Association of Polar Early Career
Scientists (APECS) are organizing a training workshop on
monitoring techniques in polar ocean and sea-ice observation
in St. Petersburg." Mehr...
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Der Arktische Ozean enthüllt
langsam seine Geheimnisse
| Die Ausdehnung
des Sommer-Meereises im Nordpolarmeer betrug am 12. September
2008 4,5 Millionen Quadratkilometer. Das langjährige Mittel
seit Beginn der Satellitenaufnahmen im Jahr 1979 liegt bei
6,7 Millionen Quadratkilometern. Damit liegt die Eisbedeckung
im zweiten Jahr in Folge dramatisch unterhalb dieses langjährigen
Mittels. Die Schifffahrt freut sich, Inuit, Eisbären und
Robben weniger. Mehr...
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Eisblöcke
auf einer Eisscholle, die unter der Wasseroberfläche liegt.
(Foto: AWI ©; Quelle: www.awi.de) |
Klimabüro für Polargebiete und
Meeresspiegelanstieg
Das Klimabüro für Polargebiete
und Meeresspiegelanstieg ist die dritte Einrichtung dieser Art
in Deutschland - neben dem Norddeutschen Klimabüro am GKSS-Forschungszentrum
Geesthacht und dem Süddeutschen Klimabüro am Forschungszentrum
Karlsruhe. Das Klimabüro-Netzwerk der Helmholtz-Gemeinschaft bündelt
und vermittelt Forschungsergebnisse, die die Auswirkungen des
Klimawandels transparent machen. Mehr...
Arktische Küstenlandschaft (Foto: H. Grobe ©; Quelle: www.awi.de)
DGP-Mitglied neuer
Präsident der International Permafrost Association
Prof. Dr. Hans-Wolfgang Hubberten
wird die International Permafrost Association für die nächsten
4 Jahre leiten und während seiner Amtszeit unter anderem die Auswertung
der wissenschaftlichen Ergebnisse des Internationalen Polarjahres
koordinieren. Hans-Wolfgang Hubberten leitet in der Deutschen
Gesellschaft für Polarforschung den Arbeitskreis "Permafrost".
-> mehr
-> Der
Geologische Kalender 2005, Februar
->
Der Geologische Kalender 2008, Juni
-> DGP-Arbeitskreis
"Permafrost"
DGP-Mitglieder
untersuchen ein Stück Europa in Nordamerika
Die Expedition CASE 11 der
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe wird geleitet
von Dr. Karsten Piepjohn und Dr. Detlef Damaske, beide sind Mitglieder
im Arbeitskreis "Geologie und Geophysik der Polargebiete".
Die umfangreichen geophysikalischen und geologischen Untersuchungen
im äußersten Nordosten von Kanada konzentrieren sich auf die Auswirkungen
der Verschiebung von Kontinentplatten durch die Öffnung des Nordatlantischen
Ozeans und des Nordpolarmeeres. ->
mehr (PDF) -> Der
Geologische Kalender 2008, April
DGP-Buchtipp

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Kurze Zeit nach dem Antarktis-Kongress ISAES X im August
2007 in Santa Barbara ist nun der Band mit den wissenschaftlichen
Beiträgen als gebundenes Buch erschienen. Wer in Santa
Barbara nicht dabei sein konnte, hat damit die Möglichkeit,
die durchweg interessanten Keynotes nachzulesen. Mehr...
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Broad Peak. Traum
und Albtraum - Auf den Spuren von Hermann Buhls letzter
Expedition Am 9. Juni 1957 gelingt vier Österreichern -
Hermann Buhl, Kurt Diemberger, Marcus Schmuck und Fritz
Wintersteller - die sensationelle Erstbesteigung des 8047
m hohen Broad Peak. Drei Wochen später stürzt Hermann Buhl
am benachbarten Siebentausender Chogolisa tödlich ab. Mehr... |
Descartes-Preis
der EU für Polarforscher
Die Europäische Union vergibt
jedes Jahr den mit insgesamt 1,36 Millionen Euro dotierten Descartes-Preis
an bis zu vier europäische Forschergruppen für hervorragende grenzüberschreitende
Projekte in Natur- und Geisteswissenschaften.
Mehr...
ISAES X
in Santa Barbara, Kalifornien
Das X. Internationale Symposium der Antarktischen Geowissenschaften
(ISAES X) fand vom 26. bis 31. August 2007 in Santa Barbara, Kalifornien
statt. Das Thema des Symposiums war
Antarctica: A Keystone in a
Changing World.
Junge DGP-Mitglieder auf
internat. Tagung der Antarktischen Geowissenschaften (ISAES X)
Communicator-Preis 2007
Die Deutsche Gesellschaft für Polarforschung
gratuliert Heinz Miller und seiner Arbeitsgruppe Glaziologie zum
verdienten Communicator-Preis 2007.
Der Geologische Kalender 2008 - Die Polargebiete der Erde
Die Enden der Welt"
am Nord- und am Südpol der Erde könnten nicht unterschiedlicher
sein - sowohl zueinander als auch zu den Lebensräumen, die
wir kennen. Der Nordpol ist (noch) von Meereis bedeckt, der Südpol
liegt unter dem Kontinent Antarktika, der (wohl noch eine ganze
Weile) von einem dicken Eispanzer verhüllt ist. Das war nicht
immer so und wird sich in geologischen Zeiträumen auch wieder
ändern.
Der Geologische Kalender 2008
macht Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Polargebiete der Erde
deutlich. Sie sind seit Millionen von Jahren durch extreme Klimabedingungen
geprägt, sie prägen aber auch das globale Klimasystem
entscheidend mit. Auf jeweils 6 Blättern werden vor allem
solche Phänomene in der Arktis und in der Antarktis vorgestellt,
die die Verbindung Geologie + Klima aufgreifen. Dabei wird er
der Frage nachgehen, was passiert, wenn das Eis der Antarktis
schmilzt - wie es auf dem Titelbild angedeutet wird, das im Rahmen
eines Schülerwettbewerbs gestaltet wurde. Auf jeder Kalenderblattrückseite
werden die Phänomene und die Prozesse, die zu ihrer Entstehung
geführt haben, allgemein verständlich erläutert.
>>Infos
& Bestellungen bei der DGG
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