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Deutschland-BHV
(Quelle: www.awi.de)
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100 Jahre Zweite deutsche Antarktisexpedition
Am 31. Januar 1912 erreichte Wilhelm Filchner mit dem
Forschungsschiff „Deutschland” bei fast 78 Grad Süd eine
bis zu 20 Meter hoch Eisbarriere - das nach ihm benannte
Filchner-Ronne-Schelfeis in der Antarktis. Das Forschungsschiff
liegt heute in Bremerhaven vor Anker. Im Südwinter 1912
steckte das zunächst als Walfänger genutzte Schiff im
zentralen Weddellmeer im Eis fest. Auch wenn das Schiff
keine nennenswerte Eisbrechfähigkeit besitzt, überstand
es die Eispressungen und kam im November 1912 frei. Mehr...
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Baumstammstücke auf einem Kohleflöz aus dem Paläogen,
Gegend am Split Lake, Ellesmere Island, Kanada (Foto:
M. Dolezych)
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Fossile Riesenbäume nördlich des Polarkreises
Im Nordosten Kanadas wurden weit nördlich des Polarkreises
teilweise sehr gut erhaltene Baumstämme von Koniferen
gefunden, die bis zu 9 m hoch waren. Sie stammen aus einer
Zeit vor 40 bis 65 Millionen Jahren, als es dort etwa
10 Grad Celsius wärmer war als heute, wie Expeditionsleiter
Dr. Lutz Reinhardt von der Bundesanstalt für Geowissenschaften
und Rohstoffe (BGR) in Hannover erklärt. Damals war die
Arktis von Wäldern bedeckt, wie sie heute in den gemäßigten
Breiten vorkommen. Die Baumstämme wurden während der BGR-Expedition
CASE 12 entdeckt. Die Geologin Dr. Martina Dolezych vom
Forschungsmuseum Senckenberg in Dresden war den Bäumen
nördlich des Polarkreises schon ein zweites Mal auf der
Spur. Bereits in der CASE-11-Expedition hatte sie 2008
gut erhaltene Baumreste gefunden. In diesem Jahr fand
sie in kohligen Ablagerungen zum Teil sehr gut erhaltene
Hölzer, bei denen sogar die Jahresringe noch zu erkennen
waren. Mehr...
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Eisscholle im Arktischen Ozean
(Bild: www.awi.de)
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Arktis: Weniger Meereis führt zu kalten, schneereichen
Wintern in Mitteleuropa
Auch wenn die aktuelle Wetterlage scheinbar dagegen spricht:
Die Wahrscheinlichkeit für kalte, schneereiche Winter
in Mitteleuropa steigt, wenn die Arktis im Sommer von
wenig Meereis bedeckt ist. Taut im Sommer das arktische
Meereis besonders stark ab, wie in den letzten Jahren
beobachtet, kommt es zur Verstärkung zweier wesentlicher
Effekte: Zum einen legt das Verschwinden der hellen Eisoberfläche
den dunkleren Ozean frei, wodurch sich dieser im Sommer
unter Sonneneinstrahlung stärker erwärmen kann (Eis-Albedo-Rückkopplung).
Zum anderen kann das zurückgegangene Eis nicht mehr verhindern,
dass im Ozean gespeicherte Wärme an die Atmosphäre abgegeben
wird (Deckel-Effekt). Durch die geringere Meereisbedeckung
wird somit insbesondere im Herbst und Winter die Luft
stärker als in früheren Jahren erwärmt, denn in dieser
Zeit ist der Ozean wärmer als die Atmosphäre. Mehr
...
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Schmelzender Permafrost bildet Seen in der arktischen
Tundra (Foto: K. Piel, von www.awi.de).
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Klimaforschung - Kompetenzen bündeln
Forschung in Zeiten des Klimawandels muss ihre Kompetenzen
bündeln. Das geschieht auf verschiedenen Ebenen. Beispiele
sind das Projekt PAGE21, die European Climate Research
Alliance und eine Initiative von Helmholtz-Zentren und
Universitäten zur Bündelung von Expertise, um regionale
Klimamuster zu entschlüsseln. Mehr..
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Crozet-Inseln
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Albatrosse profitieren von veränderten Umweltbedingungen
In den letzten 20 Jahren konnten Wanderalbatrosse (Diomedea
exulans), die auf den Crozet-Inseln brüten, von veränderten
Luftströmungen im Südpolarmeer profitieren. Sie benötigen
weniger Zeit für die Nahrungssuche und konnten dadurch
auch an Gewicht zulegen. Mehr...
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Bathymetrische Karte des Arktischen Ozeans (von http://www.ibcao.org)
mit Stromungsmuster der Oberflache und Meereisdrift im
Arktischen Ozean (von http://www.amap.no). Blaue Pfeile
= kalte Oberflachenstromungen bzw. Eisdrift; rote Pfeile
= warme Oberflachenstromungen.
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Grönland-Vereisung
Von verschiedenen Seiten entschlüsseln Wissenschaftler
die Vereisungsgeschichte Grönlands, deren Zeitrahmen auch
mit der plattentektonischen Situation auf der Nordhalbkugel
seit dem Beginn des Tertiärs vor etwa 65 Millionen Jahren
zusammenhängt. Die Bathymetrische Karte des Arktischen
Ozeans stammt aus einer Arbeit von Thiede et al. 2011,
in der die Autoren zu dem Ergebnis kommen, dass Grönland
mindestens seit 18 Millionen Jahren fast durchgängig vereist
war. Gregor Knorr und Ko-Autoren verglichen verschiedene
Datensätze und konnten nachweisen, dass die Vereisung
Grönlands in den vergangenen 800.000 Jahren starken klimatischen
Schwankungen unterlag, die sowohl mit Klimadaten aus Zentralchina
als auch aus der Antarktis übereinstimmen. Mehr...
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Arktisches Ozonloch 2011
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Arktisches Ozonloch und Klimawandel
Im Frühjahr 2011 hatte sich über der Arktis ein Ozonloch
gebildet, das mit dem über der Antarktis vergleichbar
ist. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für
Polar- und Meeresforschung haben herausgefunden, dass
diese Entwicklung auch mit langfristigen Veränderungen
des Klimasystems zusammenhängt. Die Abbildung zeigt die
Dicke der Ozonschicht über der Arktis Anfang April 2011.
Der violette Bereich über der zentralen Arktis, Teilen
Skandinaviens und Russlands zeigt die Lage des arktischen
Ozonlochs in diesen Tagen. Hier entspricht die Dicke der
Ozonschicht nur noch etwa 2,5 mm reinen Ozons, verteilt
über die Luftschicht in 10 bis 30 km Höhe. Normal wären
Werte um 4 mm, wie sie um das Ozonloch herum in dem grün/roten
Bereich auftreten. Mehr...
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Veränderungen im Süßwassergehalt des Arktischen
Ozeans in den Jahren 2006-2008 im Vergleich zu 1992-1999.
Negative Werte der Salinität (Salzgehalt) sind in den
Farben Gelb, Blau und Grün dargestellt und bedeuten eine
Abnahme (Grafik von B. Rabe, Quelle: www.awi.de).
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Die Arktis verändert sich
Im Sommer 2011 war das arktische Meereis genauso stark
abgeschmolzen wie im Rekordjahr 2007, in dem die Meereis-Ausdehnung
auf 4,3 Millionen Quadratkilometer zurückgegangen war.
Auch die Dicke des Meereises hat sich gegenüber 2007 nicht
verändert - es ist zu dünn und zu jung. Allerdings gab
es lokale Veränderungen. In der Laptewsee beispielsweise,
wo es im September 2007 bereits zu neuer Meereisbildung
gekommen war, betrug die Wassertemperatur im September
2011 in zehn Metern Tiefe 3°C - zu warm, damit sich Meereis
bilden kann. Mehr...
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Die 9-Meter-Antenne an der
Antarktisstation O'Higgins arbeitet
selbst bei extremem Wind
(Quelle: www.dlr.de).
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20 Jahre Satellitenempfangsstation GARS O'Higgins
in der Antarktis
Der europäische Erdbeobachtungssatellit ERS-1 hatte 1991
zu wenig Speicherplatz an Bord. Als „externer Speicher”
wurde die Satellitenempfangsstation GARS O'Higgins auf
der Schmidt-Halbinsel am Nordzipfel der antarktischen
Halbinsel eingerichtet. Eigentümer und Betreiber der Station
ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Aktuell
empfängt die Antenne der Station die Daten der Radarsatelliten
TerraSAR-X und TanDEM-X, für spezielle Anwendungen und
in Notfällen wird das O'Higgins-Team auch für die Satelliten
GRACE1 und GRACE2 aktiv.
Mehr...
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Cucullea raea
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El Niño-Phasen in 50 Millionen Jahre alten Muscheln
nachgewiesen
Bereits vor 50 Millionen Jahren gab es das El Niño-Phänomen
im Südpazifik, das durch einen signifikanten Rhythmus
von zu warmem und zu kaltem Oberflächenwasser gekennzeichnet
ist, die so genannte El Niño-Southern Oszilation (ENSO).
Das fanden Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts
für Polar- und Meeresforschung (AWI) zusammen mit Kollegen
aus Deutschland und den USA bei der Untersuchung von Muschelschalen
heraus, die auf der westantarktischen Insel Seymor Island
gefunden wurden. ->
Mehr...
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Als die Antarktis aufgeteilt wurde
Brandon Luedtke hat die Konsequenzen des 7. Internationalen
Geographischen Kongresses in Berlin 1899 auf die Antarktisforschung
untersucht (Deviding
Antarctica: The Work of the Seventh International Geographical
Congress in Berlin 1899; Polarforschung 80 (3), 178-180,
2010/erschienen 2011).
Aus der Zusammenfassung: ... Um die Ziele der
Antarktisreisen zu organisieren und zu leiten, formulierten
die Delegierten 1899 auf dem Kongress ein Forschungsprogramm,
das rund um die strikte Trennung des Einsatzgebietes jeder
Nation strukturiert war. Dieser Artikel will zeigen, wie
diese Aufteilung des antarktischen Raumes, obwohl er von
den Wissenschaftlern typischerweise als bezeichnenden
Schema für den Wunsch nach internationaler Zusammenarbeit
angesehen war, die tieferen internationalen Spannungen
und kaiserlichen Prioriäten verriet, welche die Antarktis-Angelegenheiten
in den Jahren zwischen den Konferenzen in London (1895)
und Berlin (1899) beeinflussten.
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Herkunft des arktischen Bodenwassers
Anhand von Sauerstoffisotopen haben Dorothea Bauch und
Koautoren die Herkunft des arktischen Bodenwassers verfolgen
können (The
Arctic Shelf Regions as a Source of Freshwater and Brine
Enriched Waters as Revealed from Stable Oxygen Isotopes,
Polarforschung 80 (3), 127-140, 2010/erschienen 2011).
Aus der Zusammenfassung: Die Wassermassen der arktischen
Schelfregionen sind maßgeblich durc h den Eintrag von
Flusswasser und Prozessen der Meereisbildung und Schmelze
bestimmt. Die δ18O-Signatur und der Salzgehalt
des Wasser kann über eine Massenbilanz zur Quantifizierung
der verschiedenen Süßwasserquellen genutzt werden, da
Flusswasser relativ zu Meerwasser im δ18O-Signal
stark abgereichert ist.
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Grönland seit mindestens 18 Millionen
Jahren vereist
Untersuchungen von Sedimentbohrkernen aus dem Nordatlantik
belegen, dass Grönland in den vergangenen 18 Millionen
Jahren fast fortlaufend von Eis bedeckt war. Jörn Thiede
und Koautoren haben Tiefseebohrkerne aus der Framstraße
und vor Südgrönland ausgewertet (Millions
of Years of Greenland Ice Sheet History Recorded in Ocean
Sediments; Polarforschung 80 (3), 141-159, 2010/erschienen
2011).
Aus der Zusammenfassung: ... Wir benutzen die
Vorkommen von grobem, eisbergtransportiertem ,terrigenen
Detritus (IRD) in quartären und tertiären Tiefseebohrkernen,
die im Umfeld von Grönland geborgen worden sind, um Rückschlüsse
auf das Vorhandensein von Gletschern und Eisschilden zu
ziehen, von denen die Eisberge kalbten. ... Der Zeitpunkt
und der genaue Ort des Einsetzens der Vergletscherung/
Vereisung Grönlands sind ungelöste wissenschaftliche Fragen,
denen man sich aber über neue Tiefseebohrungen im Umfeld
von Grönland, vor allem im nördlich angrenden Nordpolarmeer
nähern könnte.
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Quelle: BMU
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Deutsches Engagement für den Weißen Kontinent
Mit diesem Titel hat das Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eine Broschüre
herausgegeben. Sie nimmt auf 30 Jahre Konsultativstatus
Deutschlands im Antarktisvertrag Bezug. Die Broschüre
kann hier
kostenlos bezogen werden.
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Nachwuchswissenschaftler präsentieren
Forschungsergebnisse
Während des 11. International Symposium on Antarctic
Earth Sciences, das vom 11. bis 15. Juli 2011 in Edinburgh
(Schottland) stattfand, haben 4 Nachwuchswissenschaftler
aus der DGP Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten vorgestellt
. Sie erhielten von der DGP für diese Reise einen Reisekostenzuschuss
. -> Mehr
(PDF)
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Mit
der DGP zur Antarktis-Konferenz
in Edinburgh. |
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Das Heft 2-2011 (80. Jg.) der Zeitschrift
"Polarforschung" enthält 6 Beiträge mit Ergebnissen der
GANOVEX IX-Expedition 2005/06:
Damaske & Läufer: Contributions
to the Reconstruction of the Break-up History of Gondwana
from a Northern Victoria Land Perspective: The GANOVEX
IX Campaign 2005/06
Läufer, Lisker & Phillips: Late
Ross-orogenic deformation of basemtn rocks in the northern
Deep Freeze Range, Victoria Land, Antarctica: the Lichen
Hills Shear Zone
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Schöner, Bomfleur, Schneider, Viereck-Götte:
A
systematic description of the Triassic to Lower Jurassic
Section Peak Formation in North Victoria Land (Antarctica)
Bomfleur, Schneider, Schöner, Viereck-Götte & Kerp: Fossil
sites in the continental Victora and Ferrar groups (Triassic
- Jurassic) of North Victoria Land, Antarctica
Lisker & Läufer: Thermochronological
research in northern Victoria Land (Antarctica): a key
to the final pre-desintegration paleogeography of Panthalassian
Gondwana
Läufer, Damaske & Lisker: Neogene
tectonics in the Edisto and Tucker Inlet region and its
correlation with offshore magnetic anomalies north of
Cape Adare, northern Victoria Land, Antarctica
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100 Jahre Filchner-Expedition in die Antarktis
Am 6. Mai 1911 verließ die 2. deutsche Antarktisexpedition
auf dem Schiff "Deutschland" Bremerhaven. Sie stand unter
der Leitung von Wilhelm Filchner. Es kam zu einer Überwinterung
im Weddellmeer, da das Schiff am 15. März 1912 vom Eis
eingeschlossen wurde. Erst am 26. November 1912 löste
sich die "Deutschland" aus dem Eis und nahm Kurs auf Südgeorgien,
wo sie am 19. Dezember 1912 vor Anker ging. Mehr...
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(Quelle:
T. Laepple- AWI)
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Erdparameter
und Klima
Eisbohrkerne enthalten mehr
Informationen zum Klima, das zur Zeit der Entstehung des
Eises geherrscht hat, als bisher vermutet wurde.
Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar-
und Meeresforschung in Bremerhaven haben bei der Rekonstruktion
der Klimabedingungen die Erdparameter mitberücksichtigt,
die in charakteristischen Zyklen schwanken.
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Die Verteilung der Sonneneinstrahlung im Laufe der
Jahreszeiten verändert sich langfristig durch die Neigung
der Erdachse (Obliqzität), das Taumeln der Erdachse
(Präzession) und die Abweichung der Bahnellipse von
einem Kreis (Exzentrizität). Werden diese Parameter
in die Modellrechnungen einbezogen, so können die Temperaturschwankungen
in der Antarktis durch lokale Klimaänderungen erklärt
werden und müssen nicht notwendigerweise mit Klimaänderungen
auf der Nordhalbkugel zusammenhängen. -> PDF
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Oberflächennahe Ozeanströmung in der
Arktis (aus AMAP 1998, Abb. 2.20) |
Atmosphäre
und Arktischer Ozean
Im Heft 80.1-2010 der Zeitschrift Polarforschung befassen
sich drei Beiträge mit Themen zu Beziehungen zwischen Atmosphäre
und Ozean.
Rüdiger Gerdes und Ursula Schauer gehen auf den Rückgang
der Meereisbedeckung im Arktischen Ozean ein (Thin Ice on
Top of a Warm Ocean - the Changing Arctic Ocean). Meereisausdehnung
und Meereisdicke sind wesentliche klimarelevante Parameter.
Zunehmend dünneres Eis auch im Winter ist eine der Voraussetzungen
für eine weitere Reduzierung der Ausdehnung im folgenden
Sommer. Weniger und dünneres Eis ermöglicht zudem, dass
mehr Sonneneinstrahlung im Ozean absorbiert wird.
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Gleichzeitig kann dadurch die vermehrte Wärme des Ozeans
leichter an die Atmosphäre abgegeben werden. Das führt
zu Verschiebungen der Luftdruck- und -temperaturverteilung
und die Witterungsbedingungen ändern sich.
Annette Rinke, Klaus Dethloff, Rüdiger Gerdes und Wolfgang
Dorn beleuchten das komplexe Zusammenspiel von Atmosphäre
und Meereis in der Arktis (The Complex Interplay of Atmosphere
and Sea Ice in the Arctic). Die sich ändernde atmosphärische
Zirkulation ist einer der Haupteinflussfaktoren für arktische
Meereisveränderungen. Ändert sich die großskalige Zirkulation
auf der dekadischen Zeitskala (z.B. verschiedene Phasen
der Nordatlantischen Oszillation NAO), dann hat das Einfluss
auf die großräumige Meereisdrift, wodurch sich Änderungen
in der arktischen Meereiskonzentration und -dicke ergeben.
Dörthe Handorf, Klaus Dethloff, Sascha Brand und Matthias
Läuter erklären die Mechanismen für das dekadische Pulsieren
der Atmosphäre (The Pulse of the Atmosphere - Decadal
Ups and Downs). Im globalen Maßstab unterliegt die atmosphärische
Zirkulation weit reichenden Fernbeziehungen (Telekonnektionen).
Das globale Muster von Hoch- und Tiefdruckmustern auf
Meeresspiegelniveau und die Temperaturverteilung haben
sich in den Jahren 1949 bis 2009 signifikant verändert.
Auf Messdaten aus diesem Zeitraum aufbauende Modellrechnungen
sollen dabei helfen, diese komplexen Vorgänge besser zu
verstehen und in Klimamodelle zu integrieren.
-> Gerdes & Schauer (http://epic.awi.de/Publications/Ger2010g.pdf)
= 2,2 MB
-> Rinke et al. (http://epic.awi.de/Publications/Rin2010d.pdf)
= 12 MB; PDF 0,4 MB angehängt
-> Handorf et al. (http://epic.awi.de/Publications/Han2010c.pdf)
= 5,5 MB
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Polare Strato-Wolke: Polare Stratosphärische
Wolken sind Bindeglieder zwischen
Ozonabbau und Klimaveränderungen
(Foto: Ross J. Salawitch, University of
Maryland).
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Dramatischer
Ozonabbau über der Arktis
Die Arktis steuert auf einen Rekordverlust
des Spurengases Ozon zu, wie das Alfred-Wegener-Institut
für Polar- und Meeresforschung berichtet.
Das belegen Messungen eines Internationalen Netzwerks
aus über 30 Ozonsondierungsstationen, die über die gesamte
Arktis und Subarktis verteilt sind. In den letzten Wochen
wurde in dem für die Ozonkonzentration entscheidenden
Höhenbereich der arktischen Atmosphäre bereits etwa die
Hälfte des Ozons zerstört. Da die meteorlogischen Bedingungen
für diesen ungewöhnlich starken Ozonabbau weiter andauern,
rechnen die Wissenschaftler in den nächsten Wochen mit
weiteren Ozonverlusten.
Mehr...
www.awi.de
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Der Satellit GRACE
(Quelle: www.gfz-potsdam.de)
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Einfluss von El Niño auf Eismassenschwankungen
des Westantarktischen Eisschildes
Die Schwerefeldmission GRACE (Gravity Recovery and Climate
Experiment) hat auch Eismassenschwankungen des Westantarktischen
Eisschildes registriert. Forscher des Deutschen GeoForschungsZentrums
Potsdam (GFZ) konnten nachweisen, dass in zwei Regionen
in der Westantarktis, die an den Pazifischen Ozean grenzen,
Fließgeschwindigkeiten extrem sind und die Gletscher kontinuierlich
an Masse verlieren. Mehr...
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Im Eislabor: An dem angeschnittenen
Bohr-
kernstück des TALDICE-Eisbohrkerns aus
ca. 800 m Tiefe sind deutlich die einge-
schlossenen Luftblasen zu erkennen
(Foto: S. Kipfstuhl, AWI) |
Klimaentwicklung
am Ende der letzten Eiszeit
In einem 1620 m langen Eisbohrkern aus dem Rossmeersektor
der Antarktis konnte die auf der Nord- und der Südhalbkugel
gegenläufige Klimaentwicklung (so genannte "bipolare Wippe")
seit dem Ende der letzten Eiszeitmit einer hohen zeitlichen
Auflösung nachgewiesen werden. Der Eisbohrkern stammt vom
Talos Dome und wurde von einem internationalen Bohrteam
aus fünf europäischen Ländern (Italien, Frankreich, Deutschland,
Schweiz und Großbritannien) unter logistischer Leitung des
italienischen "Nationalen Programms für Antarktisforschung"
gewonnen. |
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Von deutscher Seite brachte das Alfred-Wegener-Institut
für Polar- und Meeresforschung seine Expertise zur Analyse
von Eisbohrkernen ein.
Mehr...
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Baumgrenzenökoton (Picea engelmannii,
Abies lasiocarpa) auf dem Westhang der
Colorado Front Range in rund 3600 m Höhe.
Im oberen Bereich des Ökotons nimmt die
Baumhöhe rasch ab (Foto: F.K.H.,
4. September 1977)
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Untersuchungen zur Baumgrenze in arktischen
Breiten bzw. Hochgebirgen
Seit den 1970er Jahren breitet sich der Baumwuchs
wieder nach Norden bzw. in den Hochgebirgen in größere Höhen
aus. Diese Verlagerung der Baumgrenze wird im Gebirge und
in Subarktis/Arktis-Regionen zu grundlegenden Veränderungen
der Landschaften führen, die auch wirtschaftliche Folgen
haben werden. Über ihre Untersuchungen "Altitudinal and
Polar Treelines in the Northern Hemisphere - Causes and
Response to Climate Change" berichten
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Friedrich-Karl Holtmeier und Gabriele
Broll vom Institut für Landschaftsökologie der Universität
Münster im Heft 79 (3) der Zeitschrift "Polarforschung"
(S. 139-153, 2009 erschienen 2010).
"Polarforschung",
Heft 79/3, Hol2010e.pdf
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Der russiche Ministerpräsident Wladimir
Putin
ließ sich von den Wissenschaftlern im
Lena-Delta verschiedene Untersuchungen
zeigen (Foto: Thomas Opel, AWI) |
Stärkung
der sibirischen Permafrostforschung
Ein Besuch von Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin
der Forschungsstation Samoylow im Lena-Delta, die vom Alfred-Wegener-Institut
für Polar- und Meeresforschung betrieben wird, hat zu einer
Stärkung der Permafrostforschung in der sibirischen Arktis
geführt.
Mehr...
AK
Permafrost in der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung
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Centrum für Geodätische
Erdsystemforschung (CGE) gegründet
Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die TU München
und die Deutsche Geodätische Kommission (DGK) haben zusammen
mit dem Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut (DGFI)
das "Centrum für Geodätische Erdsystemforschung" gegründet.
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Aufgabe
ist die Bündelung der Forschungen zu den physikalischen
Prozessen, die den globalen Wandel begleiten. Dies geschieht
durch Messung der Veränderungen in der festen Erde, den
Ozeanen, den Eiskappen und der Atmosphäre sowie die Analyse
dieser Veränderungen. Einer der Unterzeichner des Kooperationsvertrages
ist Reinhard Dietrich, ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftlichen
Beirats der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung, in
seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Deutschen Geodätischen
Kommission. Reinhard Dietrich lehrt an der TU Dresden.
Mehr...
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Die Meereisbedeckung des Nordpolarmeeres
nach Satellitenaufzeichnungen am 20.06.2010
(Quelle: AWI)
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Meereisdicke im Nordpolarmeer
Wenige Wochen vor dem Stichtag am 12.
September, an dem seit 1979 per Satellitenbeobachtung
die minimale Ausdehnung des arktischen Meereises festgehalten
wird, fi ndet vor der Nordküste Grönlands die Messkampagne
TIFAX (Thick Ice Feeding Arctic Export) statt. (1) Die
Wissenschaftler um Prof. Dr. Rüdiger Gerdes vom Alfred-Wegener-Institut
für Polarund Meeresforschung interessieren sich vor allem
für die Dicke des mehrjährigen Meereises vor der Nordküste
Grönlands. Mehr...
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Archiv >>>>> |

DGP-Buchtipp
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Laptev Sea system and adjacent Arctic
Seas
Aus der russich-deutschen Zusammenarbeit
in der Arktisforschung, die 1991 mit einer ersten Expedition
in die Laptev-See begann, entstand das vorliegende Buch.
Zur Vorbereitung der ersten TRANSDRIFT-Expedition, organisiert
vom AARI in St. Petersburg und dem GEOMAR in Kiel, fand
im Mai 1993 eine gemeinsame Konferenz statt, auf der die
Laptev-See-Region als Ziel der gemeinsamen Forschungen
ausgewählt wurde. Dieses Gebiet stellt ein einzigartiges
Natursystem dar und ist eine Schlüsselregion für das Verständnis
vieler Besonderheiten des heutigen Zustands der Umwelt
und des Klimas der Arktis, der Rolle und Mechanismen des
Einflusses der Region auf die Wasser- und Eiszirkulation
im Arktischen Becken sowie des Einflusses regionaler Prozesse
auf das Klima des Nordens.
Kassens, Heidemarie; Lisitzin, A.P.; Thiede, J.; Polyakova,
Ye.I.; Timokhov, L.A.; Frolov, I.E. (eds) Sistema morya
Laptevykh i prilegayushchikh morey Arktiki: sovremennoye
sostoyaniye i istorya razvitiya / System of the Laptev
Sea and the Adjacent Arctic Seas: Modern Environments
and History of Development. Moscow: MSU Press, 2009, 640
pp. ISBN 978-5-211-05716-6. 1257 Rubel / 33 EUR Bestellung
über http://www.ozon.ru/context/detail/id/5040322/
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Kurze Zeit nach dem Antarktis-Kongress ISAES X im August
2007 in Santa Barbara ist nun der Band mit den wissenschaftlichen
Beiträgen als gebundenes Buch erschienen. Wer in Santa
Barbara nicht dabei sein konnte, hat damit die Möglichkeit,
die durchweg interessanten Keynotes nachzulesen. Mehr...
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Broad Peak. Traum
und Albtraum - Auf den Spuren von Hermann Buhls letzter
Expedition Am 9. Juni 1957 gelingt vier Österreichern -
Hermann Buhl, Kurt Diemberger, Marcus Schmuck und Fritz
Wintersteller - die sensationelle Erstbesteigung des 8047
m hohen Broad Peak. Drei Wochen später stürzt Hermann Buhl
am benachbarten Siebentausender Chogolisa tödlich ab. Mehr... |

Der Geologische Kalender 2008 - Die Polargebiete der Erde
Die „Enden der Welt"
am Nord- und am Südpol der Erde könnten nicht unterschiedlicher
sein - sowohl zueinander als auch zu den Lebensräumen, die wir
kennen. Der Nordpol ist (noch) von Meereis bedeckt, der Südpol
liegt unter dem Kontinent Antarktika, der (wohl noch eine ganze
Weile) von einem dicken Eispanzer verhüllt ist. Das war nicht
immer so und wird sich in geologischen Zeiträumen auch wieder
ändern.
Der Geologische Kalender 2008
macht Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Polargebiete der Erde
deutlich. Sie sind seit Millionen von Jahren durch extreme Klimabedingungen
geprägt, sie prägen aber auch das globale Klimasystem entscheidend
mit. Auf jeweils 6 Blättern werden vor allem solche Phänomene
in der Arktis und in der Antarktis vorgestellt, die die Verbindung
Geologie + Klima aufgreifen. Dabei wird er der Frage nachgehen,
was passiert, wenn das Eis der Antarktis schmilzt - wie es auf
dem Titelbild angedeutet wird, das im Rahmen eines Schülerwettbewerbs
gestaltet wurde. Auf jeder Kalenderblattrückseite werden die Phänomene
und die Prozesse, die zu ihrer Entstehung geführt haben, allgemein
verständlich erläutert.
>>Infos
& Bestellungen bei der DGG
DGP 2011
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