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Aus der Fülle ihrer Geländebilder stellen DGP-Mitglieder
hier ihre Eindrücke aus den Polargebieten vor. Bei Interesse können die Originalbilder unter Angabe des Textes
im Bild bei mfgeo[at]t-online.de von den
Urhebern angefordert werden. Die Urheber behalten sich das Recht
vor, die Bilder für kommerzielle Zwecke freizugeben.
Die Polargebiete im Geologischen Kalender
Im Geologischen Kalender werden
immer wieder Themen aus den Polargebieten vorgestellt. Den Geologischen
Kalender gibt es seit 2002, dem Jahr der Geowissenschaften. Alle
Geologischen Kalender können über geokalender@dgg.de bestellt werden.
Polare Themenschwerpunkte:
Geologie und
Geophysik
Glaziologie
Geschichte der
Polarforschung
Klima
Permafrost

Blick auf die Front des Storstrømmen
von Braeørne (westlich Daniel Bruns-Land) in Richtung Borg-Gletscher
und Dronning-Louises-Land auf das grönländische Inlandeis (Foto:
H. Oerter, 1993)
Der
Geologische Kalender 2010 Küsten der Erde, Blatt Januar
Gletscher sind immer in Bewegung An den Küsten der Antarktis, Grönlands
und Spitzbergens fließen die meisten Gletscher über die Aufsetzlinie
hinaus bis ins Meer. Dort schwimmt das (Süßwasser-)Eis auf dem Meerwasser,
bis das Eis instabil wird und an der Gletscherfront Eisberge abbrechen.
Diese Zufuhr von Süßwasser in das Meer hat zwei Auswirkungen - es
verdünnt das salzige Meerwasser und es erhöht den Meeresspiegel.

Das Schmelzwasser des Gletschers sammelt sich an seiner Sohle und
strömt durch das Gletschertor ins Freie. Dort wird die Sedimentfracht
als Geschiebeschutt abgelagert (Foto: H. Röhm) Der Geologische Kalender
2005 Wasser
der Erde, Blatt Januar
Gletscher sind mächtige Ströme aus Eis Physikalisch betrachtet besteht
ein Gletscher aus Eis und kompaktiertem Schnee (Firn). Die Umformung
von Schnee in Eis entspricht dem Prozess des Sinterns. Von Gletschereis
spricht man dann, wenn kein zusammenhängender Porenraum mehr vorhanden
ist, sondern nur noch abgeschlossene Luftblasen. Durch die eigene
Auflast und ein manchmal nur geringes Gefälle im Untergrund wird
diese Masse in Bewegung gesetzt.

Das Forschungsschiff „Polar Queen” umgeben
von Meereisschollen vor der Nordküste Nordvictorialands, Rossmeer-Region,
Antarktis (Foto: G. Kleinschmidt)
Der
Geologische Kalender 2005 Wasser der Erde, Blatt März
Meereis hält das Klima stabil Das Nordpolarmeer ist von Meereis
bedeckt und die Antarktis ist an vielen Stellen von einem breiten
Meereis- oder auch Packeisgürtel umgeben, der in seiner Ausdehnung
großen jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt. Die Eisdecke unterbindet
den Transport thermischer Energie (Wärme) vom Wasser in die Atmosphäre
und vermindert die Verdunstung erheblich. Das Eis reflektiert, wie
der Schnee, die Lichtstrahlen - der Ozean absorbiert 80 bis 90 Prozent
der einfallenden Sonnenstrahlen, schneebedecktes Meereis dagegen
höchstens 10 bis 50 Prozent. Diese starke Reflexion verstärkt die
Abkühlung der Oberfläche und unterstützt die Vereisung des Meerwassers.
Meereis sorgt auch für die Stabilität der globalen Zirkulation der
Meeresströmungen.
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